Datensicherung auf Reisen – unsere Tipps wie du deine Fotos und Videos auf Reisen sichern kannst

Erfahre unsere Tipps, wie du deine Fotos und Videos auf Reisen sichern kannst

 

Immer wenn wir unterwegs sind, sei es für eine unserer Hochzeiten oder für eine Reise, überlegen wir uns, was wohl die beste Möglichkeit ist, die Bilder unterwegs zu sichern. Reicht es wirklich aus die Fotos nur auf der Speicherkarte zu haben bis man wieder heim kommt? Ist es genug die Fotos auf einer externen Festplatte zu sichern? Was ist die beste Möglichkeit, um die Fotos auf Reisen zu sichern? Sei es als Reisender, also Fotograf oder als Reisefotograf, wer seine unterwegs aufgenommen Fotos liebt, der legt viel Wert darauf, diese auch mit nach Hause zu bringen. Deshalb möchten wir dir in diesem Artikel zeigen, welche Möglichkeiten wir für die Datensicherung auf Reisen oder beim Arbeiten nutzen und welche weiteren Möglichkeiten es noch gibt, um deine Bilder unterwegs zu sichern.

 

Kann ich meine Reisefotos nicht einfach auf den Speicherkarten lassen bis ich wieder daheim bin? Ist das denn ein Fehler?

 

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Nun, auch Speicherkarten können leider mal kaputt gehen, es passiert eher selten, aber es passiert. Auch ist es einfach so, dass man eine kleine Speicherkarte mal ganz schnell verlieren kann. Und machen wir uns nichts vor, auch wenn wir hoffen dass es nie passiert, im worst case kann sie auch, mit anderen Dingen, geklaut werden. Deshalb ist die Datensicherung auf Reisen so extrem wichtig. Ihr seht also, Diebstahl, Verlust oder ein technischer Defekt zwingen uns praktisch dazu über eine sinnvolle Datensicherung auf Reisen nachzudenken. Alle Fotos auf der Speicherkarte zu lassen ist an sich keine schlechte Idee, wenn ihr ein zusätzliches Backup einplant. Allerdings ist die Idee „auf der Speicherkarte lassen“ nur dann eine gute, wenn ihr in JPG fotografiert. Wer in JPG fotografiert hat kleine Dateien und braucht nicht sehr viele Speicherkarten auf seiner Reise. Wer aber in RAW fotografiert, so wie wir auch, der hat es da schon nicht so leicht wenn die Reise mal etwas länger dauert.

 

Du kennst den Unterschied zischen RAW und JPG nicht? Dann haben wir für dich den Artikel „RAW oder JPG? Wie soll ich fotografien?„, in dem alles genau erklärt wird. Wir selbst fotografieren in RAW und können es nur jedem empfehlen.

 

Die Bildbearbeitung nehmen wir in Lightroom vor. Ein tolles, vielseitiges Progamm, mit dem du deine Bilder nicht nur schnell und einfach bearbeiten kannst, sondern das deine Bilder auch noch verwaltet. Wenn du wissen möchtest wie dieses Programm funktioniert, dann können wir dir nur unseren Lightroom Workshop wärmstens empfehlen.

 

Unser Equipment zum sichern von Fotos und Videos auf Reisen

 

Datensicherung auf Reisen

Wenn wir auf Reisen sind versuchen wir so wenig wie möglich an technischem Zeug dabei zu haben. Wir möchten Gewicht sparen und uns auf das Minimun beschränken. Haben wir während unserer Reisen noch einen geplanten Fotoauftrag kann die Ausrüstung schon etwas größer ausfallen. Allerdings kommt man auch mit weniger zurecht. Wenn noch spontan ein Auftrag rein kommt lässt sich dieser prima mit dem vorhanden Equipment meistern. Es ist wohl eher so ne Kopfsache dass man mehr einpackt wenn man weiß, dass man dort noch arbeiten muss.

1. Unsere Kameras
Wir haben entweder unsere Spiegelreflexkameras oder unsere Systemkameras dabei – oder wir mischen. Bei uns im Gepäck sind die Canon 5D Mark III oder die Olympus OM-D EM-10. Ausserdem haben wir meist noch eine analoge Kamera dabei. Das ist dann die Canon AE1. Eine ausführliche Beschreibung des Inhaltes unserer Kameratasche findet du in unserer Packliste für Reisfotografen.

2. Unsere Laptops
Da wir auch von unterwegs arbeiten (E-Mails beantworten, Bilder sortieren und bearbeiten, Videos schneiden, Blogartikel schreiben…) haben wir meistens zwei Laptops dabei. Auf Reisen arbeiten wir aktuell mit dem MacBook Air 11Zoll. Das ist ein schnelles, kleines und leichtes Gerät das keine Wünsche offen lässt.

3. Bildbearbeitung
Bei der Bildbearbeitung, Bildauswahl und der Bildverwaltung setzen wir auf ADOBE LIGHTROOM. Wir lieben dieses Programm und können es euch nur wärmstens empfehlen. Wenn du mehr über Lightroom wissen möchtest, dann hol dir doch unseren Lightroom Workshop.

4. Unsere Kartenleser
Neben der Möglichkeit die Kamera mit einem Kabel mit dem Laptop zu verbinden, die wir nicht nutzen, ist ein gängiger Weg, um seine Daten auszulesen, der Kartenleser. Kartenleser gibt es wie Sand am Meer und wir zeigen dir die Kartenleser die sich in unserem Gepäck befinden. Wir haben zum einen für unsere CF-Karten, es passen aber auch SD-Karten rein, einen Kartenleser von Lexar. Der kleine Kartenleser für unser SD-Karten (es können auch Micro-SD-Karten ausgelesen werden) ist von der Firma Transcend. Von diesen kleinen Kartenlesern haben wir bestimmt 5 Stück und in jeder Tasche einen.

5. Unsere Externe Festplatte
Wir reisen immer mit zwei externen Festplatten. Warum?  Das erfährst du weiter unten wenn es um unseren Workflow zur Datensicherung geht. Aktuell nutzen wir die Anti-Shock Festplatte von Transcend und sehr zufrieden damit. Die Festplatten transportieren wir in den ShockProof Taschen von Coolbananans. Das tolle an den Taschen ist, dass nicht nur die Festplatte sicher durch die beiden Gummibänder fixiert aufbewahrt ist, sondern sie hat auch kleine Fächer für 3 SD-Karten und ein Netzfach für den Kartenleser oder Kabel.

6. Mobiler Speicher – Image Tank
Es gibt aber nicht nur gewöhnliche Festplatten die man an einen Laptop anschließt, um dann die Daten zu sichern, es gibt auch sogenannten Image Tanks. Das ist eigentlich nichts anderes als eine Festplatte mit einem integrierten Kartenleser. So lassen sich Daten schnell und einfach auf Reisen sichern.

7. Unsere Speicherkarten
Wir nutzen zwei unterschiedlich Arten von Speicherkarten. Unsere DSLR braucht CF-Karten und die Olympus füttern wir mit SD-Karten. Unsere 5D Mark III bietet uns zusätzlich noch den Luxus eines zweiten Kartenslots. Das heißt wir können dort schon eine Sicherung innerhalb der Kamera vornehmen, durch das parallele beschreiben der beiden Karten. Wir bevorzugen Karten von Transcend oder SanDisk.

8. Daten online speichern – DropBox
Bei DropBox erhälst du zu beginn 2GB kostenlosen Speicher. Mehr Speicherplatz, bis zu 16GB, kannst du dir auf unterschiedliche Möglichkeiten dazu verdienen. Natürlich kannst du dir auch bei DropBox jede Menge Speicherplatz kaufen. Alles was du wissen musst findest auf dieser DropBox Seite. Wir nutzen DropBox Business und haben so 1TB Speicherplatz.

– Amazon Wer Amazon-Prime Kunde ist kann vom kostenlosen unbegrenzten Fotosspeicher von Amazon profitieren. Wer kein Prime-Kunde ist erhält immerhin 5GB kostenlosen Speicherplatz. Hier findet ihr eine ausführliche Preistabelle für Amazon.

– Google Drive Bei GoogleDrive bekommst du für den Anfang 15GB kostenlosen Speicher für deine Fotos und Videos. Die Daten können von überall und mit jedem Gerät abgerufen werden. Außerdem hättest du die Möglichkeit andere Nutzer zu deinen Ordner einzuladen. Die 15GB sind für eine kurze Reise eine tolle Sache, wer aber lange unterwegs ist, hat dieses Volumen schnell aufgebraucht. Du kannst aber für 8€ / Monat auf einen unbegrenzten Datenspeicher aufrüsten. Hier geht’s zur GoogleDrive Seite mit allen Infos

– Zenfolio Für eine reine Foto-Sicherung eignet sich auch Zenfolio ganz hervorragend. Für 5€ im Monat erhälst du unbegrenzten Speicherplatz für deine Fotos. Außerdem hast du hier die Möglichkeit eine Webseite anzulegen, mit der du auch gleich deine Reisefotos verkaufen kannst. Zenfolio bietet dir die Möglichkeit Abzüge, Leinwände und sogar Tassen in angebundenen Laboren entwickeln zu lassen und zu deinem Preis zu verkaufen. Wir haben Zenfolio jahrelang genutzt. Allerdings ohne die Webseitenfunktion, um unsere Fotos online zu sichern. Hier kommst du auf die Webseite von Zenfolio mit allen wichtigen Infos.

 

Welche Speicherkarten und wie transportiere ich meine Speicherkarten sicher im Urlaub

 

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Wir raten dringend von den 64GB Karten ab. Auch die 32GB Karten nutzen wir nur wenn wir filmen. Warum ist es besser mit mehreren kleinen Speicherkarten zu reisen anstelle einer grossen? Wie wir schon oben geschrieben haben können auch Speicherkarten mal kaputt gehen. Wie ärgerlich wäre das denn, wenn es mit einer 3/4 vollen 64GB Karte passiert? Und natürlich wolltest du die Karte erst sichern, wenn sie voll ist. Ärgerlich. Alle Erinnerungen weg. Unter Umständen reden wir hier von mehreren Tagen Fotos.
Hättest du 8GB oder 16GB Karten verwendet, lieber etwas öfter gewechselt, oder jeden Abend eine Sicherung gemacht, wäre das Drama einer kaputten Karte nur halb so groß gewesen. Also lieber mehrere kleine Karten als eine große, mit der Ausnahme du filmst viel auf deinen Reisen. Dann bist du mit den 16GB und 32GB Karten gut beraten.
Beim Kauf der Karten solltest du, besonders wenn du auch filmen möchtest, auf eine schnelle Schreibgeschwindigkeit der Karte achten. Die Lesegeschwindigkeit hilft beim Zeit sparen, wenn es an die Datensicherung auf Reisen geht.

 

So transportierst du deine Speicherkarten sicher auf Reisen

 

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Wir empfehlen dir ein Speicherkarten Case das deine Karten vor Stößen und Spritzwasser schützt. Um die Karten zu transportieren und zu sortieren zeigen wir dir zwei Möglichkeiten. Du arbeitest mit einem Case für alle deine Karten.
Den Unterschied zwischen voller und leerer Karte lässt sich mit einem ganz einfachen Trick herstellen. Beschriebene Karten werden mit Gesicht nach oben im Case verstaut, unbeschriebene mit Gesicht nach unten. So weisst du immer welche Karte voll und welche Karte noch leer ist.
Oder du arbeitest auf deinen Reisen mit zwei Cases. Du nutzt ein Case für deine leeren Speicherkarten. Das ist auch das Case das immer dabei ist. Ein weiteres Case nutzt du für deine vollen Karten und bleibt in der Unterkunft oder gar im Safe falls vorhanden.

 

Unser Workflow – So sichern wir unsere Fotos und Videos unterwegs

 

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Unser Workflow auf Reisen hat sich über Jahre hinweg bewährt. Wir sichern unsere Fotos und Videos immer auf der Externen Festplatte. Nach der Sicherung lassen wir die Daten auch erstmal auf der Speicherkarte. Diese formatieren wir erst, wenn wir wirklich keine leeren mehr zur Verfügung haben.
Jetzt kommt der Zeitpunkt wo wir die Fotos in Lightroom importieren und mit dem Aussortieren der Fotos loslegen. Nach der Sicherung auf unserer Festplatte wird also die Spreu vom Weizen getrennt. Das heißt, wir sortieren jetzt schon unsere Fotos aus, um nicht unnötig Fotos zu sichern und somit Speicherplatz zu verschwenden, Fotos die wir nicht brauchen oder die nichts geworden sind müssen ja nicht gesichert werden. Wenn ihr euch das Aussortieren unterwegs schon angewöhnt (abends im Hotelzimmer oder an einem Regentag), dann habt ihr zu Hause nicht mehr so viel Arbeit.

Wir sortieren ganz einfach über 1 Stern in Lightroom. Alles was einen Stern bekommt darf auf der Platte bleiben und wird bearbeitet, der Rest wird gnadenlos vom Datenträger gelöscht. Und nochmal, wer mehr über die Bildbearbeitung mit Lightroom, das Aussortieren von Urlaubsfotos und das einfache erstellen einer Diashow lernen möchte, der sollte sich unbedingt unseren Lightroom-Kurs anschauen. Nachdem wir die Fotos aussortiert und den Müll gelöscht haben, machen wir eine zweite Sicherung auf einer weiteren Festplatte, die Sandra im Gepäck hat. Doppelt hält einfach besser. Die dritte Sicherung findet dann online statt. Dafür haben wir dir ja verschiedene Möglichkeiten weiter oben aufgezeigt.

Wenn du deine Fotos sicher aus dem Urlaub mit nach Hause bringen möchtest, dann hast du jetzt viele verschiedene Möglichkeiten für die Datensicherung auf Reisen kennengelernt. Jetzt musst du dich nur noch für deinen eigenen Workflow zur Sicherung der Fotos auf Reisen entscheiden.

 

Warum haben wir auch eine analoge Kamera dabei?

 

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Wir haben das Fotografieren noch analog gelernt. Schön mit Film und Dunkelkammer und mit dem Hintergedanken, dass es nur 24 oder 36 Bilder auf dem Film gibt, die mit Bedacht belichtet werden wollen. Deshalb machen wir auch nicht so viele Fotos, sondern denken über jedes einzelne nach. Aber auch wir merken, dass man mit den digitalen Kameras und dem günstigen Speicherplatz dazu neigt zu viel zu fotografieren. Deshalb fotografieren wir immer noch analog auf Film. Es entschleunigt uns und wir fotografieren wieder bewusster. Wir zwingen uns dazu noch mehr über jedes Fotos nachzudenken. Bewusst Fotografieren ist auch für dich ein sehr gutes Stichwort. Denk über deine Fotos nach. Vermeide die Bilderfluten die später auf deinem Rechner aussortiert werden müssen. Deine Zeit ist kostbar. Und du willst sie nicht damit verbringen unnötige Fotos am Rechner aussortieren zu müssen.

 

Stay marvelous, Katrin and Sandra.

 

 

Wir hoffen dir hat der Artikel zur Datensicherung auf Reisen gefallen und du kannst etwas für deine nächste Reise übernehmen. 

Lass uns doch wissen ob dir noch etwas gefehlt hat? Oder hast du deine Erfahrung mit der Datensicherung auf Reisen schon gemacht? Wie sicherst du deine Daten auf Reisen?

 

 

 

 

 

 

 

 

Datensicherung auf Reisen - unsere besten Tipps und Tricks für deinen Urlaub

Katrin

Wollt Ihr noch mehr wissen? Hier noch x-mal unnützes Wissen über mich.

- Sandra's und mein Hund heisst PEPPERoncinio und die Katzen red hot CHILI und Jackson5
- Ich trinke gern Fritz Cola und alkoholfreies Radler
- Ich wollte als Kind Pilot oder Lehrer werden
- Bei Regen gehe ich mit dem Hund
- Ich haben ne kleine Schwäche für Superhelden
- Ich habe ein Jahr in den USA verbracht
- Ich liebe es unsere Rucksäcke zu packen und es damit ferne Länder zu erkunden
- Die Kamera darf nie fehlen.
- Ich bin der schlechteste Beifahrer den man sich vorstellen kann. Aber auch der beste Fahrer 🙂

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Kommentare

  1. Hi Ihr Lieben,
    Danke für den tollen Bericht. Ich stimme Euch in allen Punkten zu. Lernen konnte ich nichts, da ich eigentlich alles genauso mache und kann nur jedem empfehlen die Tipps von Katrin und Sandra anzunehmen!

    1. Hey Karsten,
      Danke für die lieben Worte. Und genial, dass du schon alles „richtig“ machst. 🙂
      Wünschen dir noch ganz viel Spaß beim Fotografieren.
      Bis bald vielleicht.
      LG, Katrin und Sandra.

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