Reisebericht Oman: Im Oman ist alles ein bisschen anders als man erwartet…

Reisebericht Oman: Ein Gastbeitrag einer wundervollen Bloggerin, die euch ihre Eindrücke ihres Roadtrips durch den Oman in Worten und Fotos beschreibt. Vielen lieben Dank, allerliebste Steffie.
Steffie fotografiert in ihrer Freizeit wie verrückt ihre kleinen Eisenbahnfiguren und verreist furchtbar gerne, am liebsten mit ihrem Freund. Ihre Fotos und Geschichten zeigt sie auf ihrem Fotoblog Small World. Viel Spaß mit ihrem Gastbeitrag.

 

Am Anfang stand der Plan! Nämlich von Dubai aus mit dem Mietwagen (von zuhause aus gebucht) über die Vereinigten Arabischen Emirate nach Musandam (eine Enklave des Omans ganz im Norden) von dort über die Grenze weiter südlich über die VAE in den Oman einreisen! Dort dann an der Küste entlang runter, und durchs Land wieder hoch und zum Schluss wieder in Dubai ankommen!

Soweit zur Theorie!

 

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Leider hatte man ein paar Tage vor unserer Ankunft ein Gesetz geändert (kommt angeblich gerne mal vor) – und es ist nicht mehr gestattet, mit einem Mietwagen die omanische Grenze zu passieren…Also musste ein neuer Plan her…

Der Avis-Mann wusste Rat – „no problem!“…einfach einen „Luxury Bus“ der Oman National Transport Company nehmen und los geht’s…einziges Problem…wo aussteigen? Also – einfach das größte Kaff auf dem Fahrplan aussuchen in der Hoffnung dort mitten in der Nacht noch ein Hotel zu finden! Ist geglückt! Der Taxifahrer der „zufällig“ an der Haltestelle hinter der Shell-Tankstelle stand hat uns liebend gerne transportiert. (und mit seinem Verdienst danach wahrscheinlich einen Monat Urlaub in Dubai gemacht!)

Also – erstmal in das teuerste Hotel am Platz (sonst stand keins im Reiseführer und ohne Internet und Arabischkenntnisse findet man auch kein billigeres), einmal schlafen und am nächsten Tag sieht schon alles viel heller und freundlicher aus!

Den Bus der ONTC kann man „theoretisch“ online buchen.

In der Praxis sieht das dann aber ein bisschen anders aus. Man geht zur Haltestelle, dort ist meistens in der Nähe ein Büro von denen, wenn man Glück hat sitzt da auch einer drin. In Dubai hat man uns 3 Stunden vor der Abfahrt auch ein Ticket verkauft, und beim Einsteigen später wurde auch die Liste abgehakt. Bei der Rückfahrt in den Oman wollten wir in Sohar auch ein Ticket kaufen, da hiess es, es reicht wenn wir um halb vier am Bus sind, der fährt um vier und wir können vor Ort eins kaufen…Ok – die Vermutung liegt nahe, daß der morgens schon wusste daß der Bus nicht kommen wird…Also Bus fahren im Oman definitv nur wenn man viel Zeit hat!!!

Die allerbeste Autovermietung im Oman ist übrigens Sohar. Unbedingt merken.

 

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Tatsächlich – am nächsten Morgen haben wir den Autovermieter unseres Vertrauens gefunden…einen Pajero für die nächsten 10 Tage gemietet und los ging’s – Abenteuer Oman (ok, ja, das Abenteuer hat schon vorher begonnen…)!

 

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Wir haben die Reiseroute geringfügig abgeändert, haben trotzdem von allem was gesehen – Dörfer, Städte, Berge, Meer, Wüste, Wadis und Oasen! Nach dem zweiten Tag im Oman lernt man – Pläne machen lohnt sich nicht und man sollte auf jeden Fall flexibel sein!

Man verspricht Dir: der Oman ist das Land der Kamele…und was findest Du?

 

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Ziegen!!! Allgegenwärtig!

Irgendwann, ich glaube an Tag 6 – sehr weit im Süden…ENDLICH!

 

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Im Restaurant –  Man bring Dir: Eine Speisekarte mit gefühlt 100 Gerichten…Du bestellst nach langer Überlegung was…gibt’s nicht…man lässt Dir nochmal Zeit, du wählst ein Ersatzgericht…gibt’s nicht…noch mal vertiefen…ok – das ginge auch noch…gibt’s nicht! Du fragst…was gibt es denn? Chicken- oder Fish-Curry! Ok – überredet! Der Koch verschwindet kurz in den Supermarkt, kauft Reis, Huhn und Fisch…es kann so einfach sein!

 

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Überall erzählt man sich, der Oman ist ein Land in dem es nur DREI TAGE im Jahr regnet!

Vier davon haben wir miterlebt…

 

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Wir wollten unbedingt in der Wüste schlafen um Nachts Sterne zu fotografieren.

Stativ war am Start…um die Zeit bis zur Dunkelheit zu überbrücken hatten wir im Wüstencamp einen Fahrer für’s Dune-Bashing gebucht…wer die Chance hat – unbedingt ausprobieren…Dünen rauf und runter sausen macht wirklich Spass (und ich war mächtig beruhigt als sich der Fahrer nicht mal angeschnallt hat…). Im Normalfall steht man dann auf einer riesigen Düne und kann Sonnenuntergang kucken und womöglich fotografieren…

Man lässt es, wenn man die teure Kamera nicht so eingepackt hat, daß sie dem innerhalb von Minuten aufgezogenen Sandsturm und Regen trotzen kann!

Bisschen aufgelockert hat es dann glücklicherweise und ein winziges bisschen Wüstenromantik kam doch noch auf….

 

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Leider war die Nacht dann so bewölkt, daß Stativ nebst Kamera im Koffer schlafen durften!

Für Fotografen ist der Oman auf jeden Fall ein einzigartiges Land, voller Wiedersprüche und Gegensätze!

Schroffe Felsen in Berglandschaften soweit das Auge reicht,

 

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wunderschönes Grün, Palmen und Naturpools in den Wadis,

 

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Traumhaftes Meer und Strände

 

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und natürlich der Charme der Städte wie aus 1000 und einer Nacht!

 

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Meistens haben wir uns die Hotels vor Ort gesucht, im Netz sind nur die richtig teuren. Aber reingehen, Zimmer ankucken und verhandeln ist eh am Sinnvollsten. Es gibt dort ganz viele Appartment-Hotels, da hat man für wenig Geld eine komplette Wohnung (zw. 20 und 30 OMR entspricht 50-75 Euro)

Unsere Hotel-Highlights waren das Arabian Oryx Camp und das Al Ashkhara Beach Resort. Da hatten wir eine Hütte und außer uns war niemand da…also keine anderen Touris…geil!

Im Oryx-Camp haben wir auch das Dune-Bashing gebucht, direkt beim Einchecken. Auch da sind die Preise gesalzen. Dune bashing & Sun-Set OMR 25.00 per 4×4 Car, das entspricht ca. 60 Euro. War’s aber auch wert…wenn es nicht geregnet hätte – aber da kann ja das Camp nix dafür.

 

Wir würden es auf jeden Fall wieder tun und können das Land nur allen empfehlen die im Urlaub nicht 14 Tage am Hotelpool liegen wollen!

Deine Steffi.

 

 

 

 

Hast du auch einen Reisebericht Oman? Was waren deine Erlebnisse?

Hast du noch Tipps für uns?

 

 

 

 

 

Steffie

Steffie

Ich bin Steffie, 44 und von Beruf pharmazeutisch technische Assistentin bei AbbVie in Ludwigshafen. 
In meiner Freizeit fotografiere ich wie verrückt kleine Eisenbahnfiguren, bemale alles was mir unter die Finger kommt mit Punkten und verreise furchtbar gerne! Am liebsten mit meinem Freund! Wir fliegen irgendwo hin, mieten uns ein Auto und schauen was passiert! Irgendwie läuft es immer anders als geplant, mal spielt das Wetter verrückt, mal werden irgendwelche Einreisegesetze einen Tag vor unserer Einreise geändert, aber trotzdem ist es immer irgendwie klasse und unbedingt empfehlenswert! Meistens versuchen wir das ganze mit der Kamera festzuhalten und das ein- oder andere Mal klappt das auch!
Außerdem bin ich Teil der Fotogruppe Blende 11, in der ich immer wieder neue Inspirationen und Ideen sammle! 
Meine fotografischen Erfahrungen versuche ich auf meinem Blog unter www.s-w-photography.net unter die Leute zu bringen!
Steffie

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