Vanlifer Interview mit Little.Van.Family

Heute gibt es das nächste Vanilfer Interview mit Little.Van.Family für euch. Dieses Mal haben Chantal und Adrian von little.van.family  unsere Fragen beantwortet und wir freuen uns riesig, dass sie bei unserer Interview Serie mitmacht. Habt ganz viel Spaß mit den Antworten und Fotos.

Kurzes Update: Inzwischen ist das Baby der beiden da und einfach nur zuckersüß.

Der Artikel enthält Werbung für little.van.family

Stay marvelous,

Katrin and Sandra.

 

1. Wer seid ihr und wo findet man euch (SocialMedia, Blog etc.)?

Hallo liebe Camperfreunde!

Wir sind Adrian, Chantal, unser in Kürze erwartetes Sommerbaby und die Magyar Vizsla Hündin Bonny. Unsere Heimat können wir das wunderschöne Erfurt nennen. Hier arbeitet Adrian, 27 Jahre, als Projektmanager und Chantal, 23 Jahre, hat gerade ihr Hebammenexamen hinter sich gebracht.  Zusammen findet man uns auf Instagram unter „little.van.family“.

 

Vanlifer Interview mit Little.Van.Family

 

2. Welches Fahrzeug hast du, wie lange und warum genau dieses?

Wir sind stolze Besitzer eines VW Crafter (Baujahr 2012, 2.0 TDI, mittlerer Radstand) namens August. Im April 2018 haben wir uns damit einen lang gehegten Traum erfüllt.

Für uns stand schon eine Weile fest, dass wir ohne Hotel oder Ferienwohnung verreisen wollen. Nur die Natur wollten wir immer Gepäck haben, warum also nicht einen Camper ausbauen? Da wir auf lange Sicht auch größere Trips geplant haben und selber keine KFZ-Mechaniker-Erfahrungen haben, sind wir schnell auf einen VW Crafter gestoßen. 

Uns überzeugte sofort die Qualität, das Aussehen und die Zuverlässigkeit des Crafters.

 

 

3. Hast du selbst ausgebaut oder fertig gekauft? Warum?

Als wir uns das erste Mal selbst umgebaute Camper bei Instagram und YouTube angeschaut haben, hat es uns sofort in den Fingern gekribbelt. Besonders Adrian hat es gleich angesteckt, ein zu Hause ganz individuell und nach unseren Wünschen herzurichten. Sozusagen der Nestbautrieb des Mannes, nur für einen Camper.

Dann hatte Adrian im April 2018 glücklicherweise 1 1/2 Monate frei, bevor er seinen neuen Job angetreten hat. Schneller als gedacht kauften wir unser Traumauto und bauten es mit Hilfe von Chantals Vater, zu einem zweiten Zuhause um.

 

 

4. Wer hatte die Idee dazu? Und was sind deine Pläne?

Adrian war definitiv als erster vom „Camperfieber“ infiziert. Da Chantal leider mitten im Prüfungsstress steckte, parallel arbeitete und auch noch schwanger war, konnte sie nur an wenigen Stellen mit anpacken. Trotzdem standen wir beide von Anfang an hinter dem Vorhaben des selbst ausgebauten Kastenwagens. 

Wir hatten schon zu Beginn der Schwangerschaft geplant, mindestens 2-3 Monate während der Elternzeit im Norden unterwegs zu sein. Dann kreuzte August zur perfekten Zeit unseren Weg. Mittlerweile haben wir noch größere Pläne. Sobald wir ein bisschen mehr Geld zusammengespart haben, wollen wir unseren Alltag hier verlassen. 

Das heißt konkret: kein fester Wohnsitz, kein tägliches Arbeiten, unser Hab und Gut auf das Nötigste minimieren, losfahren und das „Vanlife“ in vollen Zügen genießen.

Das heißt aber nicht, dass wir den ganzen Tag auf der faulen Haut liegen wollen. 

Auf Reisen ergeben sich häufig ungeahnte Möglichkeiten, die einem vorher nie in den Sinn kamen.

Bis jetzt klingt das alles noch sehr abenteuerlich aber für uns nimmt die Idee des unabhängigen Reisens und Leben im Van mit Kind und Hund immer mehr Form an.

 

 

5. Was war für euch besonders wichtig beim Ausbau/Kauf?

Für uns stand die Lebensdauer und Anfälligkeit für Reparaturen an erster Stelle. Direkt gefolgt von der Stehhöhe. Mit Kind wollten wir lieber auf Nummer sichergehen und uns nicht ständig gebückt im Van aufhalten müssen. 

Außerdem lag es uns sehr am Herzen, egal an welchem Ort, stehen bleiben zu können. Das bedeutet für uns: autark sein. Deshalb haben wir bei der Elektrik und dem Solarpaneel besonders viel Wert auf Ausführung und Qualität gelegt. 

Mit Hilfe von Klaus von „twovanbirds“  haben wir das für uns perfekte Paket zusammengestellt und eingebaut.

 

 

6. Vor was hattet ihr am meisten Respekt beim Ausbau?

Den größten Nervenkitzel hatten wir gleich zu Beginn: Löcher in ein Auto schneiden. Nach mindestens 10-mal nachmessen, haben wir uns dann endlich getraut und es ist alles gut gegangen. Das 2. Mal Bauchschmerzen hatten wir mit der Elektrik. 

Überall findet man gute Tipps & Tricks aber am Ende macht es jeder anders, manchmal nur leider nicht unbedingt richtig, und das hat uns zu sehr verunsichert. Wie oben erwähnt, hatten wir hervorragende Unterstützung von Klaus. 

Dauerhafte Aufregung hat uns das Bohren in die Karosserie bereitet. 

Wer will schon eine Schraube von außen sehen? Aber auch hier hatten wir bisher immer Glück und es ist nichts schiefgegangen.

 

 

7. Wie lange habt ihr für den Ausbau gebraucht?

Für den Grundausbau, um auch schon mal einen ersten Trip wagen zu können, haben wir effektiv 6 Wochen gebraucht. Das war nur möglich, weil Adrian genau in dieser Zeit frei hatte bis er bei seinem neuen Arbeitgeber angefangen hat. 

Aus Platzgründen hat der Ausbau auf dem Hof der Schwiegereltern im Thüringer Wald stattgefunden. Hier konnte Adrian sich von früh bis spät austoben. Zur Hilfe kam Chantals Vater, der handwerklich sehr begabt ist.

Fertig ist August aber noch lange nicht, viele kleine Baustellen werden jetzt in aller Ruhe beseitigt. 

 

 

8. Was ist für euch das Beste an eurem Fahrzeug?

Unser Herzstück ist das Bett. Mit einer Größe von 160 x 175 cm ist es breiter als die meisten Campingbetten die wir kennen. Das liegt daran, dass wir auch mit Kind noch bequem und mit genügend Platz schlafen möchten. Da wir nicht unbedingt lang gewachsen sind, reichen die 175 cm in der Länge optimal aus.

 

 

9. Wenn ihr nur einen einzigen Tipp an einen neuen Vanlifer geben könntet, welcher wäre das?

Scheu dich nicht zu fragen! Die Community ist unheimlich hilfsbereit. 

YouTube, Instagram und Facebook bieten eine riesige Auswahl an Menschen, deren Herz auch für das Umbauen, Ausbauen, unabhängige Reisen und das Leben auf vier Rädern schlägt. Die Gemeinschaft kann einem zahlreiche Tipps & Tricks geben, auch wenn man vorher noch nicht viel mit dem „Vanlife“ am Hut hatte. Es finden sich neue Freundschaften in Nah & Fern, Reisetipps werden untereinander ausgetauscht und es springen eine Menge nützliche Erfahrungen für den eigenen Ausbau raus. 

Wir sind unendlich dankbar für diese Hilfsbereitschaft!

 

 

10. Was ist das Besondere am Reisen mit eurem Fahrzeug?

Unabhängigkeit! Mit unserer gut ausgeklügelten Elektrik ist es uns möglich bei absoluter Dunkelheit für mindestens 5 Tage autark zu stehen. Da das Solarpaneel aber dauerhaft mit Tageslicht gespeist wird und der Akku die Energie wieder speichert, können sich die Tage unendlich verlängern. 

Bis dahin gehen uns dann aber spätestens die Wasservorräte aus.

 

 

11. Welches Fleckchen Erde sollte man mit seinem Abenteuermobil gesehen haben?

An erster Stelle stehen für uns zurzeit die Nordlichter. Selber haben wir sie leider noch nicht erlebt. Mit unserem Nachwuchs wollen wir uns das gigantische Lichterspiel vor Ort ansehen. Für uns steht die Nähe zur Natur im Vordergrund. Skandinavien, Island, in ferner Zukunft vielleicht sogar Kanada & Südamerika, lassen unsere Herzen höherschlagen. 

12. Gibt es noch etwas das ihr euch für eure Abenteuer im oder am Fahrzeug wünschen würdet?

Für unseren Trip in den Norden, wollen wir uns irgendwann noch eine Standheizung zulegen. Die Nordlichter kann man meist erst ab September / Oktober wirklich gut sehen. Bei unter 10°C könnte es uns Frostbeulen in der Nacht also schnell zu kalt werden. Ansonsten sind wir wunschlos glücklich mit dem was wir bisher verwirklichen konnten.

13. Habt ihr eure Haustiere dabei? Geht das immer ohne Probleme?

Unsere 7-jährige Hundedame Bonny ist natürlich auch immer dabei. In Kürze wollen wir ihr noch eine kleine Hütte unter unser Bett bauen. Bis dahin fährt sie vorne bei uns mit und fühlt sich dort auch pudelwohl. Glücklicherweise hat sie ein sehr entspanntes und ausgeglichenes Gemüt, weswegen sie jeder sofort ins Herz schließt. 

 

 

14. Was kocht ihr am liebsten im Camper? Habt ihr ein Rezept für uns?

ONE POT PASTA – der Allrounder in jeder Lebenslage.

Man nehme:

  • die Lieblingsnudeln seiner Wahl
  • einen Schwung Gemüse (z.B. Paprika, Tomaten, Zwiebeln, Zucchini, Aubergine, Karotten …)
  • beliebige Gewürze: Salz, Pfeffer, Basilikum, Knoblauch, Rosmarin, Oregano, etc.
  • Tomatenmark nach Gefühl
  • ein bisschen Wasser, sodass die Nudeln zur Hälfte darin schwimmen

Gemüse waschen, klein schneiden und alles zusammen in einen Topf.

Mit Deckel köcheln lassen, gelegentlich umrühren und nach circa 12 Minuten ist es fertig.

Am besten mit frischen Kräutern servieren und ab in den Mund! 

Wir hoffen, dass die eine oder andere spannende Info für euch dabei war. 

Ein großes Danke geht an Katrin und Sandra, die dieses ganze Interview erst auf die Beine gestellt haben.

Wenn ihr was auf dem Herzen habt, scheut euch nicht uns zu kontaktieren oder schaut direkt bei Instagram unter „little.van.family“ vorbei und seht selbst wie es bei uns weitergeht.

Sonnige Grüße aus Erfurt, 

Chantal, Adrian, unser Sommerbaby und Bonny!

 

 

Weitere Interviews unsere Serie findest du in unserer neuen Kategorie Vanlifer.

 

 

vanlife interview mit little.van.family

 

 

 

Katrin

Wollt Ihr noch mehr wissen? Hier noch x-mal unnützes Wissen über mich.

- Sandra's und mein Hund heisst PEPPERoncinio und die Katzen red hot CHILI und Jackson5
- Ich trinke gern Fritz Cola und alkoholfreies Radler
- Ich wollte als Kind Pilot oder Lehrer werden
- Bei Regen gehe ich mit dem Hund
- Ich haben ne kleine Schwäche für Superhelden
- Ich habe ein Jahr in den USA verbracht
- Ich liebe es unsere Rucksäcke zu packen und es damit ferne Länder zu erkunden
- Die Kamera darf nie fehlen.
- Ich bin der schlechteste Beifahrer den man sich vorstellen kann. Aber auch der beste Fahrer 🙂

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