Vanlifer Interview mit Waldis Journey

Hier ist das heutige Vanilfer Interview mit Waldis Journey. Maria und Falk haben unsere Fragen beantwortet und wir freuen uns riesig, dass sie bei unserer Interview Serie mitmachen. Habt ganz viel Spaß mit den Antworten und Fotos.

Der Artikel enthält Werbung für Waldis Journey

Stay marvelous,

Katrin and Sandra.

1. Wer seid ihr und wo findet man euch ( SocialMedia, Blog etc.)?

Wir sind Falk, Maria und der Mini Dobermann Rambo. Aller zwei Wochen ist dann auch noch Falks Tochter Emma mit bei uns. Da unser Nachname Walther ist und aus einer anderen kleinen Reisegeschichte ergab es sich, das wir „die Waldis“ von Waldis Journey sind.

Man findet uns auf Instagram, Facebook, YouTube und unter www.waldisjourney.de
Am aktivsten sind wir allerdings aus Zeitgründen auf Instagram und Facebook. 

Wir sind am Logo erkennbar.

 

Vanlifer Interview mit Waldis Journey

 

2. Welches Fahrzeug habt ihr, wie lange und warum genau dieses?

Dazu müssen wir etwas ausholen:
Unsere „Elli“ ist ein Fiat Ducato 14 Turbo D Wohnmobil mit Knaus Aufbau und Alkoven. Elli ist von 1990 und wurde bis 1995 mit ihren 82 PS in Deutschland gefahren. Dann wurde sie in die Niederlande exportiert und von uns im März 2018 wieder importiert. Angefangen zu Reisen haben wir kurz nach dem wir unsere Tochter Alice im Sommer 2015 Anfang des 5. Schwangerschaftsmonats verloren haben. Nach einem enormen Tief haben wir uns mit Hilfe von Timber Hawkeyes Buch „Sit Happens“ (im Original „Buddhist Boot Camp“), Meditation und Reiki entschlossen alles für uns unnötige aus unserem Leben zu entfernen und sind dann Silvester 2015 das erste Mal nach Österreich gefahren, für ein Wochenende bei Marias Tante.

 

waldis journey

 

Es folgte nochmals Österreich mit Abstecher nach Italien 2016 und Italien im Herbst 2016. Bei diesen 3 Reisen waren wir erst ohne Ausbau und dann mit Ausbau in unserem „Little Buddha“, einem Skoda Roomster unterwegs. Dann kauften wir im April 2016 ein Dachzelt, Falk landete in Thilo Vogels damals neuer Gruppe den „Dachzeltnomaden“ und wurde das erste Mal mit dem Thema „Vanlife“ konfrontiert.

 

Im Mai 2017 ging es dann kurz mal zum Testen über das Wochenende nach Italien. Es folgten unzählige Kurztrips in Deutschland, dann Österreich im August 2017, wieder jede Menge Kurztrips und schließlich unser absolutes Dachzelt Highlight – Italien 2017. Dort lernten wir die liebe Cori kennen, die für das Waldrappteam arbeitet, die sich liebevoll um die Wiederansiedlung des Waldrapp in Deutschland kümmert. In Orbetello, in der schönen Toskana, ist das Winterlager der „Waldis“. Dies ist wirklich der Lockruf wenn die Tierschützer mit diesen faszinierenden Vögeln vom Bodensee mit einem Ultraleichtflugzeug bis nach Italien fliegen. Daher gibt es in unserem Logo eben einen Waldrapp. Da wir nicht nur den selben Rufnamen haben, sondern unsere erste richtige Reise ebenfalls von Deutschland über Österreich nach Italien ging, auch wenn Italien damals nur ein Abstecher zum Eis essen war.

 

 

Es gibt auch seit diesem Jahr einen Waldrapp, der Rambo heißt, das ist sozusagen unser „Waldi“.  Wir haben uns dann im Februar entschieden mit dem Dachzelt jemand anderes glücklich zu machen, da wir dieses „Vanlife“ –  Ding immer faszinierender fanden und kauften uns am 10.03.2018 unsere „Elli“. Allerdings mussten wir den im April gemachten „9 Tage – 5 Länder – Trip“ trotzdem wieder mit „Little Buddha“ und Ausbau machen, da Elli in der Werkstatt stand und immer noch auf die Zulassung wartete.

3. Habt ihr selbst ausgebaut oder fertig gekauft? Warum?

Fertig gekauft, weil wir uns entschieden haben gleich starten zu wollen ohne erst großartig ausbauen zu müssen. Außerdem sind wir eh nicht so die super Handwerker. Dennoch haben wir noch einiges vor mit der alten Dame, die jetzt als LKW zugelassen ist…haha. 

4. Wer hatte die Idee dazu? Und was sind eure Pläne?

An und für sich hatten wir beide die Idee, aber Falk hatte mehr Mut und war bereits seit wir das Dachzelt hatten auch immer mehr dabei in das „Vanlife“ zu schnuppern, auch durch seine hohe Aktivität in diversen Facebook Gruppen. Er hatte dann Anfang 2018 ein sehr prägendes Treffen mit Mogli von „Life of Balu“, nach dem er nun endgültig ein Wohnmobil oder einen Van haben wollte und schließlich auch Maria davon überzeugen konnte nicht zu warten bis es zu spät dafür ist.

 

Unsere Pläne sind was das Leben allgemein angeht ziemlich klar, mal schauen wie es wird, doch wir sind mittlerweile auch an dem Punkt angekommen, dass wir eine zweite Schwangerschaft versuchen werden, wenn die Zeit reif ist. Worüber wir uns diesbezüglich Gedanken machen ist, dass wir unser Kind nur ungern auf eine deutsche Schule schicken, da unsere Erfahrungen mit diesem System sehr negativ prägend waren und wir möchten, dass unser Kind sich frei entfalten kann. Klar gibt es Alternativen, aber die gibt es nicht überall…

Doch bedenkt man diese Sorge, die noch weit in der Ferne liegt, so sieht man, dass wir positiv überzeugt sind, das unsere zweite Schwangerschaft nicht vorzeitig beendet wird.

 

 

Also kurz gesagt: nicht so viel arbeiten, so oft mit Elli raus fahren wie es möglich ist und in den kalten Monaten in der kleinen 31 qm Wohnung verbringen zum Nähen (Maria) und bloggen (Falk). Da Falk Unterhaltspflichtig ist und wir Emmas berufliche Karriere nicht unseretwegen beeinflussen wollen, wird sich von allein zeigen, ob und wann wir uns Abmelden könnten.

 

5. Was war für euch besonders wichtig beim Ausbau/Kauf?

Beim Kauf war uns vor allem die Toilette wichtig, sie schenkt uns Sorglosigkeit in Städten oder auf öffentlichen Parkplätzen und bei Regen.

Ja, ernsthaft, das war uns wirklich wichtig, weil wir ja vor hatten von Frühjahr bis Herbst Vollzeit im Wohnmobil zu leben und man dann auch zur Not mal schnell auf dem Supermarkt Parkplatz gehen kann. Vor allem als Frau ist das ja oft schwierig. Außerdem war uns wichtig, dass es ein extra Bett gibt und kein fest verbautes Bett und da kommt entweder ein mega Hochbett, ein Klappbett oder eben der Alkoven in Frage. Da wir witziger Weise noch bei der Italien Reise 2017 einen Italiener mit FORD Alkoven kennen gelernt haben (er sah aus als wäre er Falk`s Zwillingsbruder – es gibt auch Fotos) und das total cool fanden, haben wir uns dann dafür entschieden.

 

 

Und eine Solaranlage auf dem Dach war uns ebenfalls wichtig, allerdings ist Elli leider trotzdem sehr auf Campingplatz gebaut und wir stehen ausschließlich frei, was uns dann dazu veranlasst über den Winter die Elektrik neu machen zu müssen.  Dazu kommen noch kleinere Baustellen, welche normal sind bei so einer alten WoMo Dame, eine weitere Idee ist eine Dachterrasse mit kleinem Kräuterbeet da wo jetzt die riesige Klimaanlage ist. 

6. Vor was hattet ihr am meisten Respekt beim Ausbau?

Der Zeitfaktor hat uns trotz Teilzeit Arbeit doch ziemlich abgeschreckt und wir wollten sofort Reisen bzw. drin leben, daher kauften wir etwas Fertiges. Wir werden nach und nach wie gesagt kleine Sachen und die Stromversorgung ändern.

7. Wie lange habt ihr für den Ausbau gebraucht?

Wir haben tatsächlich schon einige Stunden in diverse Feinheiten investiert und da wir null Ahnung von Elektrik haben, werden da im Winter sicher viele, viele Stunden dazu kommen. 

 

 

8. Was ist für euch das beste an eurem Fahrzeug?

Maria: das Platzangebot!
Falk: das Fahrgefühl!
Rambo: mein Platz in der ersten Reihe! 

Emma: die Elli und das Campen mit ihr!

9. Wenn ihr nur einen einzigen Tip an einen neuen Vanlifer geben könntet, welcher wäre das?

Wo ein Windrad ist, ist auch meist ein Stellplatz. 

10. Was ist das besondere am Reisen mit eurem Fahrzeug? 

Es ist auf jeden Fall spannend mit so einem alten und doch relativ großen Fahrzeug. Wir sitzen ziemlich hoch, schlafen auch (wie im Dachzelt) und die Reisegeschwindigkeit ist ein absoluter Traum in dieser schnelllebigen und gehetzten Welt. Wir könnten auch 100 Km/h fahren, aber wir sind selbst auf Autobahnen meist mit 80 Km/h und höchstens mal 90 Km/h unterwegs. Es ist irgendwie befreiend, auch wenn uns der ein oder andere gestresste Autofahrer zum Mitgefühl verleitet. Es ist immer eine Reise in unserer Elli, egal ob zum nächsten Biomarkt oder zum Bodensee um die Waldis zu besuchen. Man steigt ein, lässt den Motor an und ist auf einer Reise. 

 

 

11. Welches Fleckchen Erde sollte man mit seinem Abenteuermobil gesehen haben?

Das fragt ihr lieber Weltenbummler. Es gibt traumhafte Orte auf dieser schönen Erde. Wir können bisher nur sagen, dass wir Italien unglaublich lieben. Österreich ist auch sehr schön, aber da fehlt das Meer und die Möglichkeiten Frei zu stehen, auch wenn wir mittlerweile ein gutes Netz an Stellplätzen haben. Wir haben Frankreich kurz besucht und müssen sagen, dass es landschaftlich wohl noch traumhafter als Italien ist obwohl wir auf einer Bunkeranlage standen.

 

 

Durch die Schweiz und die Niederlande sind wir kurz durch gefahren und es haben beide ihren Reiz. Wir glauben das muss tatsächlich jeder für sich selbst heraus finden welches Fleckchen Erde man gesehen haben sollte. Die Pataschas von „Pataschas World“, die wir in Italien kennen lernen durften, mochten Italien zum Beispiel nicht wirklich, wollten sogar schon umkehren.

 

 

Doch dadurch, dass wir feste Jobs haben, sind wir logischerweise am häufigsten in unserer Heimat dem Erzgebirge unterwegs und haben jetzt erst festgestellt, dass es ebenfalls ein traumhafter Flecken Erde ist. Hervorragend um Frei zu stehen und sich ein Stück Urlaub nach Feierabend zu gönnen. Wenn ihr mal im Erzgebirge seid, einfach mal melden.   

12. Gibt es noch etwas das ihr euch für eure Abenteuer im oder am Fahrzeug wünschen würdet?

Komplett autark sein wäre super, da wir dann mehr am Blog und der Homepage basteln könnten. So müssen wir immer ins Basecamp (unsere Wohnung) oder irgendwo anders hin, um Strom für den Laptop zu bekommen. Und wie gesagt die Dachterrasse wäre sau cool und vielleicht noch Dämmung für den Winter…mal schauen. 

Und eine Trockentrenntoilette fänden wir ebenfalls gut.

 

 

13. Habt ihr eure Haustiere dabei? Geht das immer ohne Probleme?

Ja und Ja. Rambo ist der absolute Reisehund. Er hatte im Skoda eigentlich immer einen Platz direkt hinter unseren Sitzen, so dass er sich an die ein oder andere Schulter anlehnen konnte. Kann er dort auch immer noch, da ja immer noch ein minimalistischer Ausbau drin ist. Wenn wir mit Elli unterwegs sind, hat er in der Mitte seinen Thron und liegt quasi zwischen uns. Er fährt sehr entspannt mit und meldet sich, wenn er eine Pause braucht. Was er noch immer nicht beim fahren mag ist die Abendsonne, aber sonst gibt und gab es bisher keine Probleme. Man muss nur an alles denken und sich vorher je nach Reiseziel informieren was Pflicht ist, in Italien beispielsweise ist es Pflicht einen Maulkorb an Board zu haben. Empfehlenswert sind auch immer den EU-Ausweis dabei zu haben.

 

 

14. Was kocht ihr am liebsten im Camper? Habt ihr ein Rezept für uns?

Maria macht aus allem ein Festmahl. Egal aus was und wie viel davon noch übrig ist. Aus jeglichen „Restern“ zaubert sie ein absolut leckeres Essen, aber am häufigsten gibt es bei uns natürlich Nudeln. Dann meist mit Gemüse, Zwiebeln, Knoblauch und gelegentlich Tofu oder Pulled Soja dazu. 

 

Rezept für: 

Nudeln mit Gemüse und Pulled Soja (nur vegetarisch wegen dem Käse, sonst vegan) (2 Personen)

  • Nudeln nach belieben, wir machen pro Person ca 100 – 110 g
  • Gemüse, wie du magst 
  • eine halbe Paprika
  • eine halbe Zucchini
  • eine halbe Stange Lauch
  • eine Zwiebel
  • zwei Knoblauchzehen
  • etwas Öl
  • Pulled Soja, ca 40 g (gibts von Veganz bei dm)
  • Cuisine (Reis, Hafer, Soja)
  • Gewürze: meine persönliche Empfehlung Sonnentor: „Yokos Tofugewürz“
  • „Tante Mizis Bratengewürz“ 
  • sowie Salz, Pfeffer, Paprika, Rosmarin, Thymian,…
  • Käse nach belieben

 

Zubereitung:

  • Wasser zum kochen bringen und pulled Soja 8 – 10 min. darin kochen
  • abschöpfen und das Wasser davon für die Nudeln gleich wieder verwenden und wie gewohnt kochen
  • Pulled Soja ausdrücken und zerkleinern mit Tofugewürz würzen, mit etwas Öl kross anbraten und das Gemüse dazu geben 
  • alles schön an schwitzen und mit Cuisine ablöschen
  • bissfest kochen, würzen und abschmecken
  • servieren und genießen

 

Weitere Interviews unsere Serie findest du in unserer neuen Kategorie Vanlifer.

 

 

Vanlifer Interview mit Waldis Journey

 

 

 

Sandra

Wollt Ihr noch mehr wissen? Hier noch x-mal unnützes Wissen über mich:

- Für das Laden der Kamera-akkus bin ich verantwortlich
- Katrin's und mein Hund heisst PEPPERoncinio und die Katzen red hot CHILI und Jackson5
- Ich trinke gern Fritz Cola und alkoholfreies Radler
- Kinder-Schoko-Bons kann ich immer essen, genauso wie Pizza und Pommes
- Meine Kamera hab ich immer dabei, und wenn mal doch nicht, dann gibt es noch das iPhone
- Ich liebe es Urlaubsfilme zu machen
- Ich habe eine kleine Schwäche für Superhelden und Katrin ist Schuld
- Am liebsten hätte ich es gern immer sonnig, warm und Sand zwischen den Zehen
- Mich zog es einige Male zu unseren Nachbarn nach Frankreich
- Ich liebe meinen blauen Rucksack und es damit ferne Länder zu erkunden
- Mein aktuelles Lieblingsland ist Thailand

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